Das Wichtigste in Kürze: Der Ablaufplan für Block 02
Schritt 1: Einstieg & Definition Starte auch hier mit den Regeln (Safe Space!) und einer Abfrage (z.B. Mentimeter): Was fällt euch zu „Fake News“ ein?
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Die Unterscheidung: Nicht jede Falschmeldung ist böse Absicht.
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Desinformation: Absichtlich falsch (Lügen verbreiten).
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Misinformation: Unabsichtlich falsch (z.B. durch Unwissenheit geteilt).
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Satire: Übertreibung als Stilmittel (muss erkannt werden).
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Schritt 2: Das Blitz-Experiment (Media Scrowling) Zeige eine schnelle Abfolge von Bildern (ca. 3 Sekunden pro Bild). Frage danach: Was ist hängengeblieben?
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Erkenntnis: Bilder und Emotionen bleiben hängen, Texte nicht. Das simuliert das Scrollen durch Social Media und zeigt unsere Anfälligkeit für visuelle Reize.
Schritt 3: Deep Dive – Die Bilderanalyse Gehe die Bilder aus dem Experiment noch einmal langsam durch:
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Greta Thunberg / Tennis: Überschriften passen nicht zum Bild + „Sponsored“ Hinweis -> Clickbait (Geld verdienen).
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Katze mit Eimer: Cliffhanger-Überschrift („Du wirst nicht glauben…“). Die wahre Story (Sauerstoffmaske nach Brand) ist oft harmloser als die Überschrift suggeriert.
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Casino-Gewinn: Sexualisierte Bilder + Geldversprechen = Klassische Betrugsmasche.
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Journalismus-Check: Vergleiche emotionale Blog-Überschriften mit einem sachlichen Artikel (Datum, Autor, Quelle). Journalismus muss nicht neutral sein (Kommentar), aber transparent!
Schritt 4: Die Werkzeuge (Faktencheck) Stelle konkrete Tools vor, die jeder auf dem Handy hat:
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Google Bildersuche (Rückwärts): Bild hochladen und schauen, wo es zuerst auftauchte.
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Textsuche: Auffällige Sätze in Anführungszeichen googeln.
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Profis nutzen: Verweis auf Mimikama.at, Correctiv.org und den ARD Faktenfinder.
Schritt 5: Übung „Fakt oder Fake“ Die Gruppe prüft selbstständig Bilder (per Tablet/Handy).
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Der Riesen-Mensch: Proportionen stimmen nicht, Gesichter im Hintergrund verzerrt -> KI-generiert.
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Dalai Lama Verhaftung: Wäre eine Welt-Nachricht. Handhaltung unnatürlich -> KI-Fake.
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Wiesel auf Specht: Sieht verrückt aus, ist aber echt (Zufallsfoto).
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Gorilla-Fisch: Physiologisch unmöglich (Atmung) -> KI-Fake.
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Vogel mit vielen Beinen: Echt (Küken unter den Federn).
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Bulle im Auto: Echt (Kurioser Transport in den USA).
Schritt 6: Fazit & Medienkompetenz Fasse zusammen, woran man Fakes erkennt:
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Emotionen: Wenn dich ein Bild extrem wütend oder traurig macht -> Vorsicht!
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Widersprüche: Bild passt nicht zum Text.
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Quelle: Wer hat es gepostet?
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Call to Action: Nutzt seriöse Quellen (z.B. Funk, Tagesschau) als Gegenpol und checkt Fakten, bevor ihr sie teilt.