Das Problem mit der Männlichkeit: Herausforderungen durch Geschlechterrollen in der Täterarbeit

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Inhaltsbeschreibung

Das Problem mit der Männlichkeit – Geschlechterrollen in der Täterarbeit (mit Alexander Grohs)

90 % der Gefährder bei häuslicher Gewalt sind männlich. 98 % der sexualisierten Gewalt geht von Männern aus. Diese Zahlen sind kein Zufall, sondern oft Ergebnis einer Sozialisation, in der Gefühle Schwäche bedeuten und Gewalt eine legitime Konfliktlösung ist.

In diesem Online-Lunch gewährt Alexander Grohs (Leiter bei NEUSTART, Österreichs führender Organisation für Bewährungshilfe) tiefe Einblicke in die Arbeit mit gewalttätigen Männern. Er erklärt, warum Täterarbeit immer auch Arbeit an Männlichkeitsbildern sein muss, wie man mit Widerstand („Ich rede nicht mit Ihnen!“) umgeht und warum Influencer wie Andrew Tate die Präventionsarbeit massiv erschweren.

Themenschwerpunkte:

  • Die Statistik der Gewalt: Warum wir das Geschlecht der Täter nicht ignorieren dürfen.

  • Die Mauer des Schweigens: Wie man Zugang zu Männern findet, die Therapie als Bedrohung ihrer Männlichkeit sehen.

  • Toxische Vorbilder: Der Einfluss von „Alpha-Male“-Narrativen und Social Media auf junge Täter.

  • Methoden der Intervention: Vom „Good Lives Model“ bis zur Arbeit mit der eigenen Opferempathie.

Kursinhalte

Das Problem mit der Männlichkeit: Herausforderungen durch Geschlechterrollen in der Täterarbeit