Ferngesteuert oder demokratisch? Wie die Türkei den Islam in Deutschland prägt (mit Eren Güvercin)
Ist die DITIB eine deutsche Religionsgemeinschaft oder eine Außenstelle der türkischen Regierung? Der Journalist und Autor Eren Güvercin bezieht hierzu eine klare Position: Wir erleben einen „ferngesteuerten Islam“.
In diesem Online-Lunch analysiert Güvercin die Strukturen des größten islamischen Verbandes in Deutschland. Er erklärt, warum die deutsche Politik jahrzehntelang weggeschaut hat („Outsourcing der Religionspflege“) und warum die Strategie „Wandel durch Annäherung“ seiner Meinung nach gescheitert ist. Ein Plädoyer für eine religionspolitische Zeitenwende, um den Muslimen in Deutschland eine eigenständige Stimme zu geben.
Themenschwerpunkte:
Die Satzungs-Falle: Wie Ankara über den „Religiösen Beirat“ die Kontrolle über deutsche Moscheegemeinden behält.
Historischer Fehler: Warum deutsche und türkische Politik sich lange einig waren, die „Gastarbeiter“ unter sich zu lassen.
Erdogans Diaspora-Politik: Religion als Instrument der Machtpolitik und Wahlkampfhilfe.
Gescheiterte Strategie: Warum „Kuschelkurs“ und Staatsverträge die Abhängigkeiten nur zementieren.