Startvorteile und strukturelle Barrieren
Der Begriff Privileg beschreibt gesellschaftliche Vorteile, die nicht auf eigener Leistung beruhen, sondern einer Person aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe oder ihrer Herkunft zugesprochen werden. Diese Vorrechte zeigen sich oft subtil: im Bildungssystem, beim Zugang zum Arbeitsmarkt oder durch einflussreiche soziale Netzwerke.
Ein zentraler Aspekt ist dabei die geografische und soziale Herkunft. Wer in einem stabilen politischen Umfeld oder in eine Familie mit entsprechenden finanziellen Ressourcen hineingeboren wird, erhält „unsichtbare“ Startvorteile. In der pädagogischen Arbeit ist die Reflexion über Privilegien essenziell, um Barrieren für benachteiligte Gruppen zu erkennen und eine gerechtere Teilhabe zu ermöglichen.